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anderer Blick auf mögliche Sturmlage Sonntag 16-02-2020

Spagettiplott zeigt deutlichen Hinweis auf mögliche Sturmlage


Ein Spagettiplott zeigt den vergleich mehrere Modellrechnungen eines gleichen Modells oder mehrere Modelle. Dabei werden , wie hier, verschiede Drucklinien ( Isobaren ) genommen und farblich gekennzeichnet. Je enger die Linien jeder verschiedener Drucklinie aneinander liegen desto mehr sind die Modelle angeglichen und desto höher ist die Möglichkeit der Wetterlage !

Ich habe die Globalmodelle : ECMWF, ICON, GFS und GEM verwendet und die Drucklinien 1030 hPa, 1015 hPa, 1000 hPa, 985 hPa und die Tiefkerne genommen.

Im Vergleich zeigen alle vier Modelle ein neues kräftiges Orkantief zwischen Schottland und Island. Hierbei wird zunächst der sehr tiefe Kerndruck auffällig mit Werten von teils unter 940 hPa. Bereits über Irland, den britischen Inseln bis nach Südskandinavien zeigt die die 985 hPa Isobare was ein Hinweis auf einen deutlichen Druckunterschied darstellt. Dann folgt bereits über dem englischen Kanal die 1000 hPa Isobare die sich dann entlang der Küstenlinie zum Baltikum zieht. Über der Biskaya zeigt sich schon die 1015 hPa Isobare die auch über Süddeutschland nordostwärts zu finden ist. Über der schwarzen Meer Region, dem Balkan und Teile des östlichen Mittelmeerraumes finden sich unter 1030 hPa und Hochdruckeinfluss wieder.

Wir sehen das sich ein sehr hoher Druckunterschied aufbauen kann, der sich auf die Windentwicklung auswirken wird mit der Gefahr einer neuen schweren Sturmlage. Die Tiefdruckzentren haben zwar unterschiedliche Standorte, liegen aber in der gleichen Region. Synoptisch gesehen ist das keine große Unsicherheit denn auch der Zeitpunkt ist gleich. Ich habe hier 16:00 Uhr gewählt.

Im Vorfeld dieses Tiefdrucksystems wird erneut sehr milde Luft nach Deutschland geführt, was Temperaturen von mehr als 15 Grad, besonders nach Südwesten hin möglich macht. Ein weiteres ist der kleine Knick des GFS über Deutschland. Es besteht nämlich durchaus die Möglichkeit einer Randtiefentwicklung was sich über Deutschland in einem zunehmenden Druckunterschied bemerkbar machen würde und das wiederum auf die Windentwicklung. Dabei wäre eine Verstärkung möglich was womöglich die Südhälfte betreffen könnte.

Noch sind es noch ein paar Tage zum Termin und daher kann sich in den Modellrechnungen noch einiges ändern. Dennoch ist die Annäherung der Modelle schon beachtlich. Daher scheint eine neuerliche Sturmlage nicht unwahrscheinlich zu sein.

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