Direkt zum Hauptbereich

Trockenheit wieder ein Thema 10-04-2020

Derzeit wird die Trockenheit in Thüringen wieder ein Thema 

Modellrechnung zeigt auch für den April eine eher zu trockene Prognose


Weiterhin bleibt die Trockenheit in Thüringen ein Thema. Obwohl der Februar einiges an Nässe brachte war der Winter dich zu warm und zu trocken und auch der Märt und der bisherige April warne / sind zu trocken.

Dürremonitor des UFZ für Thüringen

Die Grafiken stammen durch das Helmholtzzentrum für Umweltforschung UFZ . Hier dargestellt ist zum einen der Gesamtboden bis zu einer Tiefe von ca. 1.80 Meter sowie der Oberboden bis zu einer Tiefe von 0.25 Meter und das Pflanzenverfügbare Wasser bis 25 cm Bodentiefe in %. Wir sehen besonders vom Altenburger Land bis Artern , Mühlhausen, der Westteil des Hainich aber auch das Thüringer Becken mit der höchsten Dürrestufe beim Gesamtboden. Auffällig ist aber beim Oberboden das der Thüringer Wald als zu trocken eingezeichnet ist und auch Teile des Eichsfeld und er Rhön sind betroffen jedoch färben sich auch andere Gebiete wieder ins gelbe bis orange und somit in den Bereich der beginnenden Dürre im Oberboden. Ein weiteres ist das Pflanzenverfügbare Wasser. 

Zitat des UFZ : Der Boden besteht aus festen Bodenpartikeln und dem Porenvolumen, das mit Wasser oder Luft gefüllt ist. Das Porenvolumen ist Abhängig von Bodenart, Lagerungsdichte, Körnung und Gefüge. Unterschiedliche Böden können Wasser unterschiedlich gut speichern. Je kleiner der Porenraum ist desto besser kann Wasser im Boden gehalten werden.

Als Richtwert gilt <50% nFK:  Landwirschaftliche Bewässerung zur optimalen Ertragsausbeute erforderlich !
                              <30% nFK: Pflanzenwasserstress

Bis 100% nFK bedeutet das Wasser kann in mittlere gefüllte Bodenporen ein paar Tage gehalten werden. Über 100 kann das überschüssige Wasser in die tiefer liegenden Schichten versickern. 

Niederschlagsbilanz Prognose April 2020

Schaut man sich die Prognose des europäischen Wettermodells so ist erneut ein zu trockener Monat zu erwarten. Für Deutschland sticht dabei diesmal der Südwesten heraus mit unter -20 mm des durchschnittlichen Wertes aber auch bei uns in Thüringen werden um -10 mm erwartet bzw. gerechnet. Dabei würde sich demnach die Trockenheit weiter verschärfen und das wirkt sich auch auf die Waldbrandgefahr und den Graslandfeuerindex aus. Dabei deutet sich erneut eine hochdrucklastige Wetterlage an da über Deutschland eine zu hohe Bilanz des Luftdrucks gerechnet wird. Somit kann es zwar kurzzeitige Störungen geben aber diese würden sich rasch mit neuen Hochdruckeinflüssen abwechseln wodurch keine großen Regenmengen zu erwarten wären.

Um die Wasserhaushalt wieder auszugleichen wäre ein wochenlanger gleichmäßiger Landregen erforderlich. Starkregen wäre der falsche Niederschlag da rasche hohe Regenmengen vom Boden nicht aufgenommen werden können und somit oberflächig abfließen oder rasch verdunsten. 

Übrigens hat Dürre nichts mit der Temperatur zu tun und kann genauso in den Wintermonaten eine Rolle spielen. Daher sind Waldbrände nicht an irgendwelche Jahreszeiten gebunden. In den Winter- und Frühlingsmonaten kommt noch hinzu das die Bäume kein bis kaum Laub tragen und somit der Waldboden rasch austrocknen kann, besonders bei kräftigen Winden und einer niedrigen Luftfeuchtigkeit.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

kommt bald Regen ?

Weiterhin ist es trocken aber kommende Woche stellt sich die Wetterlage um ! Heute überquert uns eine schwache wenig wetterwirksame Kaltfront die zu einem Tief bei Rügen gehört. Der bislang beständige Hochdruckeinfluss wurde abgebaut und es zeigen sich eher schwache Hochdruckgebiet östlich von Island und auf dem Atlantik. Nach Nordosten hin zeigt sich ein kräftiges Tiefdruckgebiet. Dabei hat die Strömung auf nördliche Richtungen gedreht wodurch weiterhin kühle Luft zu uns geführt wird während sich besonders im Südwesten etwas wärmere Luft bemerkbar macht. Trotz des Tiefausläufers ist weiterhin kein Regen zu erwarten. Über dem südlichen Mitteleuropa und Südwesteuropa zeigen sich einige kleiner Tiefs die sich mit Bodenhochs abwechseln. Darüber zeigt die Höhenkarte hohes Geopotential was auf einen Höhenrücken hindeutet. Schaut man Richtung Südnorwegen sehen wir hier ein Kaltlufttropfen mit bis zu -30 Grad in 500 hPa in ca. 5.5 km Höhe. Diese Kaltlufttropfen sind schwer vorhersagbar und sc...

Freundlich und warm, später Schauer möglich !

Wettervorhersage für Thüringen Dienstag 07. April 2020 Erhöhte Waldbrand,- und Flächenbrandgefahr !  Ab Donnerstag Entwicklung des Wetters noch unsicher ! Heute scheint erneut vielfach die Sonne über Thüringen aber im Tagesverlauf können sich besonders nördlich des Thüringer Waldes mehr Wolken zeigen. Dabei steigt vor allem nördlich der Autobahn A4 das Schauerrisiko an und es sind einzelne Schauer nicht ausgeschlossen. Die Tageshöchsttemperaturen bewegen sich am Rennsteig von 14 bis 16 Grad und sonst vielfach 17 bis 19, teils auch um 20 Grad. Der Wind ist heute überwiegend schwach unterwegs, zeitweise auch etwas böig daher kommen. In ganz Thüringen herrscht heute die Waldbrandgefahrenstufe 3. Richtung Harz Stufe 2 und im Bereich Grabfeld sowie Richtung Coburg Stufe 4 von 5 ! Zudem ist die Flächenbrandgefahr deutlich erhöht. Vielfach herrscht ein Graslandfeuerindex von 4 der 5 stufigen Skala. Pollenallergiker müssen sich auf eine mittlere Belastung durch Birkenpollen...

Wettervorhersage Thüringen 21-04-2020

Trockenheit geht weiter ! Waldbrandgefahr deutlich gestiegen ! Stark windig ! Deutschland liegt auch heute wieder zwischen einem umfangreichen Hoch über Nordeuropa und einem Tiefdrucksystem über dem Mittelmeerraum. Dabei wird mittels einer östlichen Strömung weiterhin kühle aber auch sehr trockene Luft zu uns geführt. Einzig im äussersten Süden und Südwesten kommt durch das Mittelmeertiefdrucksystem etwas mildere Luft an. Ein weiteres ist der Wind, denn zwischen den Küsten und den Alpen hat sich ein größerer Druckunterschied aufgebaut was dementsprechend einen starken Wind auslösst. Anhand der gelben Linie sehen wir gut die Teilung zwischen feuchtmilden Luftmassen und den eher trocken kalten Luftmassen. Denn die 850 hPa Temperaturen ( gelb ) liegen knapp über 0 aber meisst sogar unter 0 Grad. Schaut man sich das Geopotential an ( schwarz ) sehen wir zudem das die Druckgebilde auch Höhenkerne haben und vor allem im Südwesten zeigen sich Punkte mit Höhenkaltluft. Der daraus ...