Derzeit wird die Trockenheit in Thüringen wieder ein Thema
Modellrechnung zeigt auch für den April eine eher zu trockene Prognose
Weiterhin bleibt die Trockenheit in Thüringen ein Thema. Obwohl der Februar einiges an Nässe brachte war der Winter dich zu warm und zu trocken und auch der Märt und der bisherige April warne / sind zu trocken.
Die Grafiken stammen durch das Helmholtzzentrum für Umweltforschung UFZ . Hier dargestellt ist zum einen der Gesamtboden bis zu einer Tiefe von ca. 1.80 Meter sowie der Oberboden bis zu einer Tiefe von 0.25 Meter und das Pflanzenverfügbare Wasser bis 25 cm Bodentiefe in %. Wir sehen besonders vom Altenburger Land bis Artern , Mühlhausen, der Westteil des Hainich aber auch das Thüringer Becken mit der höchsten Dürrestufe beim Gesamtboden. Auffällig ist aber beim Oberboden das der Thüringer Wald als zu trocken eingezeichnet ist und auch Teile des Eichsfeld und er Rhön sind betroffen jedoch färben sich auch andere Gebiete wieder ins gelbe bis orange und somit in den Bereich der beginnenden Dürre im Oberboden. Ein weiteres ist das Pflanzenverfügbare Wasser.
Zitat des UFZ : Der Boden besteht aus festen Bodenpartikeln und dem Porenvolumen, das mit Wasser oder Luft gefüllt ist. Das Porenvolumen ist Abhängig von Bodenart, Lagerungsdichte, Körnung und Gefüge. Unterschiedliche Böden können Wasser unterschiedlich gut speichern. Je kleiner der Porenraum ist desto besser kann Wasser im Boden gehalten werden.
Als Richtwert gilt <50% nFK: Landwirschaftliche Bewässerung zur optimalen Ertragsausbeute erforderlich !
<30% nFK: Pflanzenwasserstress
Bis 100% nFK bedeutet das Wasser kann in mittlere gefüllte Bodenporen ein paar Tage gehalten werden. Über 100 kann das überschüssige Wasser in die tiefer liegenden Schichten versickern.
Schaut man sich die Prognose des europäischen Wettermodells so ist erneut ein zu trockener Monat zu erwarten. Für Deutschland sticht dabei diesmal der Südwesten heraus mit unter -20 mm des durchschnittlichen Wertes aber auch bei uns in Thüringen werden um -10 mm erwartet bzw. gerechnet. Dabei würde sich demnach die Trockenheit weiter verschärfen und das wirkt sich auch auf die Waldbrandgefahr und den Graslandfeuerindex aus. Dabei deutet sich erneut eine hochdrucklastige Wetterlage an da über Deutschland eine zu hohe Bilanz des Luftdrucks gerechnet wird. Somit kann es zwar kurzzeitige Störungen geben aber diese würden sich rasch mit neuen Hochdruckeinflüssen abwechseln wodurch keine großen Regenmengen zu erwarten wären.
Um die Wasserhaushalt wieder auszugleichen wäre ein wochenlanger gleichmäßiger Landregen erforderlich. Starkregen wäre der falsche Niederschlag da rasche hohe Regenmengen vom Boden nicht aufgenommen werden können und somit oberflächig abfließen oder rasch verdunsten.
Übrigens hat Dürre nichts mit der Temperatur zu tun und kann genauso in den Wintermonaten eine Rolle spielen. Daher sind Waldbrände nicht an irgendwelche Jahreszeiten gebunden. In den Winter- und Frühlingsmonaten kommt noch hinzu das die Bäume kein bis kaum Laub tragen und somit der Waldboden rasch austrocknen kann, besonders bei kräftigen Winden und einer niedrigen Luftfeuchtigkeit.


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