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Wind bleibt ein Thema ! Blick auf die Wetterlage 11-02-2020

Sabine ist abgezogen, Wind bleibt weiter ein Thema ! 



Trotz das Sturmtief Sabine nach Nordskandinavien abgezogen ist, beeinflusst dessen Rückseite weiter unser Wetter. Sabine steht in Verbindung zu einem komplexen Tiefdruckkomplexes über Nordeuropa. Dabei wird kühle Meeresluft nach Mitteleuropa geführt. Wir sehen aber an den eng anliegenden Isobaren ( Linien gleichen Luftdrucks ) das der Wind weiter ein Thema bleibt. Dieses lässt sich deutlich an den Windpfeilen ablesen. Verbreitet sind Mittelwinde der Stärke 5 bis 7, auf der See 8 bis 9 zu erwarten. Dementsprechend sind die Böen natürlich stärker. Ein weiteres ist die wetterbestimmende Höhenkaltluft. Hier sind in ca. 5.2 km Höhe Werte von -35 bis -39 Grad berechnet die natürlich mit den tieferen Luftschichten einen deutlichen vertikalen Temperaturunterschied darstellen. Im Bereich der planetarischen Grenzschicht in ca. 1.44 km Höhe werden Werte von -4 bis -6 Grad gerechnet was dementsprechend eine vertikale Temperaturabnahme von -30 Grad und niedriger zeigt was förderlich ist für eine starke Destabilisierung der Atmosphäre. Dieses hat wiederum zur Folge, das sich zahlreiche Schauer und auch Gewitter ausbilden können. Es zeigt sich im Bereich der genannten Grenzschicht ein deutlicher Höhenwind mit Stärke 8 bis 10 teils sogar 11 die bei einem vertikalen Impulstransport herab gemischt werden können. Dadurch besteht in Schauer- und Gewitternähe weiterhin die Gefahr von Sturmböen oder auch schweren Sturmböen. Jedoch auch ausserhalb der Schauer und Gewitter sind weiterhin Böen der Stärke 7 bis 9 zu erwarten, in den Hochlagen 10 bis 11 Beaufort. 

Der starke Druckunterschied zwischen Nord und Süd bleibt uns auch am morgigen Mittwoch erhalten und somit bleibt der Wind weiter ein Thema. Über Spanien zeigt sich dabei ein neues Bodenhoch während über Skandinavien tiefer Druck wetterbestimmend ist. Dadurch wird weiterhin feuchte und kühle Meeresluft nach Deutschland geführt und somit bleibt uns das wechselhafte Wetter erhalten.

Am Donnerstag zieht ein sich abschwächendes Tief von den britischen Inseln über dem englischen Kanal ostwärts nach Norddeutschland und wird weiter unser Wetter beeinflussen. Auf der Vorderseite gelangt wieder etwas mildere Luft zu uns. Dieses Tief wird uns ab Donnerstag erneut Niederschläge bringen in Form von Regen, Schneeregen und Schnee. Dabei kann sich im Süden und Südwesten erneut eine stürmische Situation einstellen.

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