Zeitreihen zeigen eine Steigerung der Temperaturen bis 2050
Die Grafik zeigt den Defizit des Niederschlags über Thüringen im vergangenen Sommer 2019. Deutlich sieht man einen negativen Wert von -30 bis sogar -50 % des eigentlichen Solls. Über dem westlichen Thüringen ist es mit -10 bis -30 % etwas weniger trocken aber auch hier gab es zu wenig Regen.
Die aktuelle Prognose des Niederschlags in den kommenden Tagen zeigt keine nennenswerte Niederschläge was die derzeitige Dürre vor allem in den tieferen Bodenschichten nicht lindert.
Schaut man sich die Grafik des Dürremonitors an so sehen wir im Bereich Thüringen und drum herum vor allem in den tieferen Schichten bis 1.80 Meter Tiefe eine extreme bis aussergewöhnliche Dürre. Nur punktuell ist es noch nicht ganz so schlimm aber dennoch zu trocken. Teilweise zeigt sich aber sogar in den oberen Schichten eine schwere bis extreme Dürre und das trotz der Niederschläge.
Grund ist die Art der Niederschläge. Diese waren überwiegend konvektiv ausgeprägt ( Schauer / Gewitter ) und hatten Starkregencharakter. Dadurch konnte der Boden die rasch hohen auftretenden Regenmengen nicht aufnehmen und somit floss das Wasser in die Flüsse ab. Zudem traten immer wieder hohe Verdunstungsraten auf, die höher waren als Regenwasser zusammen kam.
Auch die klimatische Zeitreihe für den Niederschlag zeigt einen ins negativ reichenden Trend was aber sehr unsicher ist denn es gibt viele Modellrechnungen die eine eher gleichbleibende Entwicklung der Niederschläge rechnet. Ursache kann dabei die Luftmasse sein denn wärmere Luft kann mehr Wasser aufnehmen als Kaltluft. Warum das mit der Luftmasse sehen wir gleich.
Temperatur
Große Änderungen auch in der klimatischen Zukunft zeigen die Lufttemperaturen über Thüringen.
Die Grafik des Klimaatlas zeigt, das der Sommer in Thüringen nicht nur zu trocken war sonder auch viel zu warm. Je dunkler das ROT desto stärker die Abweichung zum langjährigem Mittel. Da sehen wir vor allem Richtung Sonneberg und dem Vogtland sowie im Saale-Orla-Kreis und punktuell in der Region Gera die größten Abweichungen von mehr als 3.5 Kelvin.
Die klimatische Zeitreihe dazu sieht leider gar nicht so rosig aus.
Die Zeitreihe zeigt das alle Modelllösungen in den nächsten Jahren bis Jahrzehnte eine deutliche Steigerung der sommerlichen Durchschnittstemperaturen zu erwarten ist. Schaut man nochmals auf den Niederschlag so sehen wir das die klimatische Niederschlagsbilanz der Sommermonate eher gleich bleibt was auf die zunehmend wärmere Luftmasse zurück zu führen ist denn wie schon erwähnt, Warmluft kann deutlich mehr Wasser aufnehmen und das könnte wiederum die Möglichkeit zeigen für zunehmende Starkregenereignisse.
Häufig sind langanhaltende Wetterlagen für die Probleme verantwortlich. Durch häufig langlebige bis stationäre Hochdruckgebiete kommt es kaum zu Niederschlägen, es sei denn es zieht ein schwacher Tiefausläufer durch. Durch die sogenannten blockierenden Hochdruckgebiete müsse atlantische Tiefs nach Norden ausweichen, weil auch der Jetstream nach Norden ausweicht. Durch die sogenannte Klimaerwärmung zeigt sich ein Rückgang des Temperaturunterschiedes zwischen der Arktis und dem Äquator. Der Temperaturunterschied ist jedoch ein Indikator für die Stärke des Polarjets. Je geringer der Temperaturunterschied desto schwächer der Polarjet und desto eher können sich blockierende Wetterlagen entwickeln wie das Omegahoch. Omegawetterlage sind berüchtigt dafür, das diese eine sehr lange Lebensdauer haben. Das Wort Omega kommt daher, das das Strömungsmuster dem des griechischen Buchstaben Omega gleicht.
Wie wird der Herbst und der Winter
Eine sollche Einschätzung ist eher Kaffesatzleserei denn in der Regel kann die Meteorologie nicht so weit in die Zukunft schauen, auch wenn es viele bunte Grafiken gibt. Glaubt man aber der Tendenz des Jetstreams so könnte die Jahreszeiten hochdrucklastig ausfallen und somit eher zu Trockenheit neigen. Es wäre demnach durchaus möglich, das es weiterhin zu wenig Niederschläge und somit auch weniger Schnee in den Skigebieten geben könnte aber dafür will ich keine Garantie geben.
Datenquellen
Niederschlagsprognosekurven : Kachelmannwetter
Dürremonitor : Zentrum für Umweltforschung
Statistik und Zeitreihen : deutscher Wetterdienst Klimaatlas







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