Medien : schwerster Hurrikan auf Bahamas seit Wetteraufzeichnung
In der aktuellen recht ruhigen atlantischen Hurrikan-Saison hat sich nun der katastrophale Hurrikan Dorian formiert und die nördlichen Bahamas erreicht. Er wird sich weiter in Richtung Florida verlagern und an der Küste dann nordwärts abdrehen und entlang der US-Ostküste nach Norden ziehen.
Am gestrigen Sonntag sah der Hurrikan so vom Satelliten her aus. Da hatte er schon die höchste Kategorie 5 und man erwartete Böen von mehr als 350 km/h und Wellen von deutlich über 7 Metern.
Heute morgen sah der Hurrikan dann so aus. Er hat weiterhin die Kategorie 5 mit einem Mittelwind von 150 mph ( 240 km/h ) und in der weiteren Prognose von 07 UTC / 09 Uhr soll er Mittelwinde von 270 km/h erreichen mit Böen von 320 km/h und mehr erreichen. Auch die Wellenhöhen liegen oftmals bei über 7 Metern. Somit sind dementsprechend weiterhin große Schäden zu erwarten.
Hier sehen wir die Saffir-Simpson-Hurrikan-Skala ab 2012. Da sehen wir das die Kategorie 5 bei 251 km/h und mehr los geht. In den USA wird Dorian als katastrophaler Hurrikan eingestuft.
Schaut man sich das Satellitenbild an, so sehen wir eine weitere Formation, die eine Chance von 30 % hat ein neues tropisches Tief zu werden und über dem sehr warmen Wasser zu einem neuen tropischen Sturm werden kann. Eine weitere Formation mit einer Chance von 60 % zeigt sich im Bereich der kanarischen Inseln und kann dann an der Südflanke des Azorenhochs in Richtung Karibik ziehen und zu einem neuen Hurrikan werden. Ob es so wird, bleibt abzuwarten.
Dorian könnte durchaus auf seiner weiteren Verlagerungsbahn das europäische Zirkulationsmuster erreichen, allerdings als normales Tiefdruckgebiet.
Oftmals bestimmt die Lage des Azorenhochs die Zugbahn der tropischen Stürme. Bei einer starken Ausprägung bei den Azoren kann ein tropischer Sturm zunächst über die Südflanke von Afrika nach Westen ziehen und dann über die Westflanke nordwärts bis er dann über die Nordflanke in Richtung Europa driftet. Jedoch sorgt das kühlere Wasser dafür, das der Hurrikan zu einem aussertropischen Tief wird und durchaus als normales Tief in unser Wettergeschehen eingreift. Manchmal herrschen gute Bedingungen das der tropische Sturm als atlantisches Sturmtief dann vor allem den britischen Inseln viel Regen und Wind bringen kann. Auch der Golfstrom spielt dabei ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Zugbahn und mögliche Entwicklung. Tropische Wirbelstürme brauchen Wassertemperaturen von mindestens 26 / 27 Grad um genügend Energie aufzusaugen um zu einem Sturm zu werden. Durch die Erddrehung kommt es dann zu einer Bildung des typischen Wirbels. Durch eine hohe Temperatur des Meerwassers kann der Wirbelsturm viel Wasser in sich aufnehmen was den heftigen Regen verursacht. Wie bei unseren Tiefs steigt im Hurrikan die Warmluft auf uns sorgt für einen Druckabfall. Im Auge des Hurrikans kommt es zum deutlichen Absinken und Wolkenauflösung wodurch es oftmals besonders bei starken Hurrikanen zu einem wolkenlosen Auge kommt. Dabei herrscht dort oftmals ruhiges Wetter während drum herum der Hurrikan tobt.
Diese tropischen Wirbelstürme kommen auch in den anderen großen Ozeanen vor wie im indischen oder auch dem pazifischen Ozean. Sie tragen andere Namen, sind aber das gleiche Phänomen. Im indischen Ozean heissen diese Zyklone und im Westpazifik Taifune. Auch im australischen Raum werden diese Zyklone genannt.
Im Mittelmeer kann es ebenfalls vorkommen das ein ähnlicher Sturm entsteht. Dieser wird Medicane genannt und zeigt wie seine großen Brüder oftmals ein Auge und auch hier kann es hohe Regenmengen geben sowie Orkanböen und hohe Wellen.
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