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Wetterlage zeigt zunehmende Schwergewittergefahr !

Isobarenkarte, Höhenwetterkarte zeigen Schwergewitterpotential !


Das Satellitenbild zeigt Deutschland aktuell unter Hochdruckeinfluss aber aus Westen macht sich mehr und mehr der Einfluss eines markanten Tiefs bemerkbar. Dabei wird vorderseitig Warmluft zu uns geführt.

Die Höhenwetterkarte zeigt derzeit einen Höhenrücken über Deutschland der sich heute weiter ostwärts verlagern wird. Ein Höhentief mit Trog stützt ein Tief über der See südwestlich von Irland. Dabei wird auf der Vorderseite dieses System selbst in der Höhe deutliche Warmluftadvektion ausgelösst was man deutlich an den Höhentemperaturen in ca. 5-6 km Höhe erkennen kann. Dabei herrscht ein Temperaturunterschied von -30 Grad bei Island und -4 Grad über dem Mittelmeer. Vor allem im Vorfeld des Tiefs wo sich die Kaltfront befindet zeigt sich in der Prognose eine starke Höhenströmung von 50 bis 80 Knoten. Sonst sind die Strömungsbedingungen deutlich schwächer und besonders über der Türkei fast gar nicht vorhanden. Zwischen dem Trog und dem Höhenrücken kommt es zu Hebungsimpulsen durch positive Vorticityadvektion und Druckabfall. Hierbei kann sich ein Gebiet erhöhter Gewitteraktivität entwickeln das im Laufe des Nachmittags / Abends auf den Westen und Südwesten Deutschlands übergreift. Hierbei nimmt die vertikale Windscherung deutlich zu.

Im Bodendruckfeld zeigt sich im Bereich des erwähnten Höhentiefs und Trog ein kräftiges Bodentief das sich allmählich in Richtung Schottland verlagert. Dabei befindet sich Deutschland zunächst im Bereich warmer bis sehr warmer aber später auch zunehmend feuchterer Luft. Diese wird durch das Vorrücken der Kaltfront, sowie einer zunehmenden deutlichen vertikalen Temperaturabnahme destabilisiert. Dabei wird ein abnehmender KO-Index von zunächst 0 bis +4 K auf 0 bis -6 K gerechnet, was die Destabilisierung deutlich zeigt. Durch die gerechnete Zunahme der vertikalen Windscherung steigen der Supercell Composit Parameter deutlich an und werden bei Werten von 1 bis 4 gerechnet und ein weiteres ist der deutliche Anstieg des Energy Helicity Index EHI mit Werten von 0.8 bis 3. Eine große Unsicherheit bieten die gerechneten Energiewerte. So rechnen das amerikanische Modell und das Schweizer HD Modell sowie Cosmo Capes von 700 bis 1200 teils sogar bis 1500 j/kg aber es gibt auch Lösungen wie WRF im Vorhersagesounding von gerademal 200 bis 500 j/kg. Sollte es nur geringe Werte geben, so kann sich die vertikale Windscherung als zu stark erweisen und die Aufwinde zerreissen, was die Gewitterrisiken deutlich drücken könnte. Durch die mögliche zunehmende Entwicklung des SRH3 Wertes von 150 bis 300 m2/s2 und der vertikalen Geschwindigkeitsscherung von 20 bis 25 m/s steigt die Gefahr von organisierter Konvektion wie ( Superzellen, linienhafte Systeme ) deutlich an. Zudem sind durchaus auch Downbursts denkbar. Der Großhagelindex zeigt sich eher moderat mit Werten von 1 bis maximal 3 cm. Markant ist auch der Gehalt an niederschlagbaren Wassers von teils mehr als 40 mm was ein Hinweis auf markante Starkregenereignisse sein kann.
Ein weiteres wird sich dann im Nachtverlauf und am morgigen Samstag zeigen. Durch einen zunehmenden Druckunterschied nimmt der Wind deutlich zu und im Binnenland sind steife Böen, teils auch stürmische Böen möglich. In den Hochlagen aber vor allem an Nord- und später Ostsee können Sturmböen auftreten.
Die zugehörige Warnkarte finden Sie auf Unwetteralarm


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