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Die Wetterlage 08.08.2019 mit Jetstream, Höhenkarten und Fronten

Prognose der Wetterlage mit Höhenwetter

Hier sehen Sie die Prognose der heutigen Wetterlage anhand von Höhenwetter, Strömungen und Geopotential des 300 hPa Drucklevel ( Bereich Jetstream ), Höhenkarte 500 hPa Druckfläche mit Wind und Temperatur sowie das Bodenwetter.

Jetstream 

Sie sehen hier die heute Wetterlage in der Höhe nach dem europäischen Wettermodell Ecmwf. Dabei dargestellt ist die 300 hPa-Druckfläche in etwa 9 bis 10 km die Druckzentren sowie Strömungsrichtungen- Dabei zeigt sich über dem atlantischen Ozean eine typische Westströmung allerdings ist der Jetstream vielfach unterbrochen. Dabei liegt die Magnitude der Rossbywellen nah beieinander was derzeit ein raschen Wechsel der Wettersysteme begünstigt. Dieses merken wir anhand von rasch wechselnden Hochdruck- und Tiefdruckeinflüssen. Für uns interessant ist eine Entwicklung eines Tiefs westlich der britischen Inseln und westlich der iberischen Halbinsel. Dieses Tief liegt recht günstig im Vorfeld einer Trogachse und eines Höhentiefs in einem Bereich positiver Vorticity und Hebungsfeldern und somit Druckabfall. Hierbei kann sich das zugehörige Bodentief verstärken.

500 hPa

Das 500 hPa Niveau zeigt die Höhenwetterlage in einer Höhe von 5 bis 6 km. Der Wind wird hier ab einer bestimmten Geschwindigkeit ( 60 Knoten ) als Mid Level Jet genannt. Dieses ist besonders wichtig bei der Bestimmung von möglichen vertikalen Scherungswerten. Dabei zeigen sich vielfache Höhentiefkerne wie das über dem Ostatlantik, was ich oben schon erwähnt haben sowie Höhentiefs nordöstlich von Island sowie Südnorwegen und einem Höhenhochkern über Nordafrika. Dabei zeigt sich über Deutschland eine kräftige Strömung mit Geschwindigkeiten von 40 bis 50 Knoten. Südöstlich des Tiefs über dem Ostatlantik zeigt sich ein Jetstreak ( Bereich der höchsten Windgeschwindigkeit eines Jets ) von knapp 80 Knoten. Sonst sind die Höhenströme verhältnismäßig schwach bis mäßig. Die Temperatur in der Höhe kann uns verraten wo sich Höhenkaltluft oder auch Höhenkaltlufttropfen befinden. Kaltlufttropfen können selbst bei Hochdrucklagen Schauer und Gewitter auslösen. Schuld ist die vertikale Temperaturabnahme mit der Höhe und der daraus resultierende Temperaturgradient. Ab einem bestimmten Wert wird die Luftmasse destabilisiert. Ab -25° Temperaturunterschied beginnt die Labilisierung und bei -30 Grad und weniger werden Gewitter wahrscheinlicher. Bei labilen Verhältnissen können zudem Höhenwinde herabgemischt werden was wir vertikalen Impulstransport nennen. Nun wir sehen -30 Grad im Bereich des Höhentiefs bei Island aber auch das Höhentief über Südnorwegen liegt teils unter -20 Grad während im Süden vielfach Werte von über -10 Grad zu erkennen sind.Dort wo sich Isobaren ( Linien gleichen Luftdrucks ) und Isohypsen ( Linien gleichen Geopotentials ) schneiden besteht Scherungsvorticity . Dabei unterschiedet man unter negativer ( antizyklonal / Hochdruckgebiet ) und positiver ( zyklonaler / Tief ). Dabei ist vor dem Tief oder dem daraus resultierenden Trog positive Vorticity zu finden und auf der Rückseite negative Vorticity. Somit können Fronten und Tiefdruckgebiete von Höhentiefvorderseiten und Vorderseiten von Trögen profitieren in dem dort durch die positive Vorticty Hebung und Druckabfall ausgelösst wird. Negative Vorticity auf der Rückseite begünstigt Absinken und Druckanstieg was für Hochdruckgebiete und Wetterberuhigung vorteilhaft ist.

Bodendruck, Fronten, Bodenwind, Temperatur

In dieser Grafik sehen wir die Situation in Bodennähe. Vergleicht man nun die Höhenkarten mit dieser Karte sehen wir das Tief über dem Ostatlantik knapp vorderseitig des oben erkennbaren Höhentiefs. Dieses Bodentief wird uns am Wochenende beschäftigen. Zum einen mit einem Vorstoss heisser Luft auf der Vorderseite und dann aufkommenden schweren Gewittern im Vorfeld der Kaltfront. Zudem sind am Wochenende an den Küsten Sturmböen möglich wenn diese Tief die Nordsee erreicht. Ein kleines Hoch über Mitteleuropa ist ein sogenanntes Zwischenhoch das rasch von einem neuen Tief abgelösst wird. In unserem Fall, das Tief auf dem Ostatlantik. Norddeutschland aber auch Ostdeutschland liegen dagegen im Zustrom kühlerer Meeresluft und ein Tief sorgt dabei an den Küsten und im angrenzenden Binnenland für Schauer und Gewitter. Die hochsommerliche Hitze findet sich über dem Mittelmeerraum und Nordafrika mit 30 bis 40 Grad. Vor allem über Nordafrika auch weit über 40 Grad wie in Tunesien. Über Skandinavien befindet sich dagegen die kühlere Luftmasse mit Werten von 15 bis 20 Grad. Deutschland liegt genau dazwischen und durch das Tief über dem Ostatlantik kommt es kurzzeitig zur Zufuhr hochsommerliche Hitze mit mehr als 30 Grad über Süddeutschland bevor sich dann Schwergewitter ankündigen können.



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